demnächst:
FR 6. März | 20:00 Uhr
Mertesdorf | RUWER
Bürgerhaus, ehemals Gasthaus Wagner
Hauptstraße 101
54318 Mertesdorf
Sa 7. März | 20:00 Uhr
Katzwinkel | SIEG
Gasthaus „Zur Vereinigung“
57581 Katzwinkel
MI 18. bzw. 25. Nov. | 19:00 Uhr
Baar-Wanderath | Eifel
Gasthaus Börder
Ortsteil Wanderath
Applaus
Das schreibt die Presse:
Als "Erzengel" noch zur Schicht fuhren
Das Heimatvarieté Saalü gastiert in Holzappel – Geschichten von Bären, Goethe und dem "Film-Otto"
Rheinzeitung, Redaktion, 20.11.2007
HOLZAPPEL. Wie es einst in der Grube Holzappel zuging, ist nur eine der Geschichten, die das Heimatvarieté Saalü! i Holzappel lüften wird. Die Aufführung am Donnerstag, 15. November, um 19.30 Uhr im Gasthaus „Zur Ecke“ wird vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur unterstützt.
Die Esterau-Gemeinde Holzappel – mit Stadtrechten seit 1888 - , die 200 Jahre lang bis nach dem Zweiten Weltkrieg vom Bergbau lebte, wird den ganzen Saalü-Abend lang Thema sein. In dieser Nähe zum Dorf und seinen großartigen Geschichtenerzählern und Akteuren liegt, so Projektleiterin Martina Helffenstein, das Erfolgsgeheimnis des Dauerbrenners Saalü!: „… in der trotz aller Unkenrufe lebhaften und lebendigen Dorfkultur, die von der Saalü!-Truppe mit Professionalität und viel Liebe kabarettistisch- komödiantisch in Szene gesetzt wird.“
Von Urkomödiantin und Vollblut-Anarchistin Charla Drops, der Erfinderin der getanzten Satire (Theater Unart, Mamma Grappa …), von Mark Welte (Pappenheim Peepshow, Comic-on …), der auch als Autor fürs Fernsehen arbeitet (Mitternachtsspitzen, Freitag Nacht News, Ladykracher mit Anke Engelke), vom Musiker, Sänger und Komponisten Michael Meierjohann, der im Rheinland kammertheatert und auch Oratorien singt und von Wolfgang Müller (Düsseldorfer Kom(m)ödchen, Müller-Huber …), der „Seltsames Kabarett Theater“ macht und sich als Mann beim Frauenkabarett „Mamma Grappa“, den Ruf des Frauenverstehers erwarb. Seit 2006 moderiert er auch Saalü! Da ist er Gündä und will immer alles ganz genau wissen:
Wie es kam, daß Holzappel schon eine gepflasterte Hauptstraße hatte als andere Dörfer noch über Feldwege holperten und ob die Holzappeler deswegen die „Pflasterschisser“ hießen? Wieso man eigenes Geld, den Bergtaler prägte, sich aber dennoch keinen Kuckuck leisten konnte und was das mit Wald zu tun hatte? Gefragt wird, wann ein Bär nach Holzappel heiratete, ob Goethe hier übernachtet hat und in welchem Dorf lauter Gickel wohnen? Warum hiesige Hausfrauen sonntags nach der Kirche Wasser in der Pfanne zum Zischen brachten und ob andere Hausfrauen trotzdem den Braten rochen? Gefragt wird nach dem Einkaufszentrum, das man nicht hat, und wie ein "wackerer Hannes“ einst zur „Hertha“ wurde. Wie die Feuerwehr es schaffte, in 100 Jahren nur sieben Wehrführer zu brauchen, welcher der glorreichen Sieben sich vom Roten Kreuz zum Frühschoppen fahren ließ und ob er auch dabei war, als die ganze Mannschaft fürs Löschen eines Etablissements mal zehn Freikarten bekam? Wer es war, der Unleserliches „italienisch“ ausschelte und die Kirchturmuhr mal am Hydranten aufzog? In welchen Saal der Film-Otto kam und ob es stimmt, daß dort Fußball gespielt und jeden Freitag geschossen wurde? Wer es war, der im Keller duschte und wer vom Speicher durch Lüftungsklappen das Treiben beobachtete? Ob es stimmt, daß die Sektbar praktischerweise gleich in einem Schlafzimmer untergebracht war und welche Susanne nicht römisch-katholisch, sondern wirtschaftlich-evangelisch getauft war? Vom Kissenwalzer, wo unter dem Schutz eines barmherzigen Schirmes reihum geküsst wurde, wird die Rede sein, wann bedeutungsschwangere Sägemehl-Pfädchen zwischen zwei Häusern gestreut, wann der Kasten „gesteipt“ wurde und was das mit einer schwangeren Braut zu tun hatte … erzählen viele „Holzappeler Pflasterschisser“.
Aus Holzappel auf der Saalü!-Bühne steht der MGV "Concordia-Frohsinn“, Anna Kattrin Wild erzählt von „unser(m) Holzappel“ und alten „Dorfnamen“ und die Karnevalsgesellschaft veranstaltet mit elf (natürlich!) Pferden ein Rennen.
Also hereinspaziert zu Saalü! am 15. November um halb acht im Gasthaus Zur Ecke: „Mier giehn bei Bauersch!!“
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(wird mit weiteren Rezensionen fortgesetzt)